Multiples......Ein Tagebuch, nicht nur über eine Krankheit


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Der Weg zur Diagnose Multiple Sklerose

Irgendwann Mitte März 2007, war ich von der Taille abwärts taub, wie nach einer nachlassenden Zahnarztbetäubung. Bin dann zum Orthopäden, weil ich aufgrund der gleichzeitigen starken Rückenschmerzen an einen Bandscheibenvorfall dachte. Der Orthopäde hatte es auch im Dezember 2006 gut hinbekommen, als ich eine tauben "Gürtel" rund um die Brust hatte. Orthopäde schickt mich zum Neurologen und brabbelt was von "Vielleicht ne Entzündung im Rückenmark", ist nichts schlimmes" Röntgen war oB.

Termin beim NEurologen bekomme ich ca. eine Woche später. Der Neurologe schickt mich weiter zum Kernspin, Termin im örtlichen Krankenhaus in 3 Wochen. Ich telefoniere rum und finde eine kleine Praxis einige Kilometer entfernt, die mir einen Termin innerhalb einer Woche geben können. Den ersten Termin verpasse ich, weil ich gnadenlos im Stau feststeckte, wieder warten auf den nächsten Termin.

Der Röntgologe sacht nach Anamnese: "Na, dann wollen wir mal gucken wo der Bandscheibenvorfall sitzt" ich werde in die Röhre geschoben, das war dann am Donnerstag vor Ostern - Am Dienstag nach Ostern sollte ich dann nachmittags die Bilder/Befunde abholen - zu dem Zeitpunkt hatte ich bereits seit über 4 Wochen kein Gefühl mehr ab der Taille, konnte kaum noch laufen, hatte immer und ständig Rückenschmerzen.

Der Dienstag nach Ostern war der Geburtstag meiner Jüngsten - Kurz bevor der Geburtstagbesuch in Form der Großeltern kam hab ich mich dann auf den Weg nach HH gemacht, die Bilder abholen - Immer noch davon ausgehend, ich hab nen Bandscheibenvorfall. Vor dem Elbtunnel, den ich passieren musste Stau durch Baustelle. Statt einer halben Stunde Fahrtzeit, hatte ich 1,5 Std. Stop and Go. In der Arztpraxis angekommen nenne ich Name und Begehr, es wird gesucht und eine Kollegin befragt - OH, Frau B nehmen sie nochmal im Wartezimmer Platz - da muss noch was mit ihnen gemacht werden Ich nehme Platz, werde aufgerufen und man erklärt mir "Der Doktor hat da was auf den Bildern gesehen, das muss er nochmal mit Kontrastmittel genauer anschauen...

Das war der Moment wo ich Angst bekommen habe. Nach der Aussage des Orthopäden bzgl. der Entzündung im Rückenmark habe ich mal gegooglt und kam auf Seiten über Multiple Sklerose, welche mich ja aber nicht betrafen, weil ich hab ja nen Bandscheibenvorfall *lach* - Hatte sie schnell wieder zugeklickt, nun kamen sie mir wieder in den Sinn.

Ich bekam also Kontrastmittel gespritzt und wurde in die Kernspinröhre geschoben - Ich wurde nach Beendigung wieder rausgefahren, wollte aufstehen, durfte aber nicht, weil "Wenn wir schon Kontrastmittel drinnen haben, dann machen wir den Kopf auch gleich mit" - bekam ein Gestell über den Kopf gestellt und wurde wieder reingefahren in die Röhre.

Das war der Moment wo ich richtig Schiss bekam!

Meine Bilder sollten dann nach einer halben Std. fertig sein. Ich ging spazieren und rief zu Hause an, dass mir die Geburtstagsgesellschaft meines Kindes ein Stk. Kuchen übrig lassen soll.

Nach Ablauf der halben Std. bekam ich meine Bilder in die Hand gedrückt "Den Befund faxen wir dann ihrem Arzt" - Ich musste nachhaltig darum bitten, das der Doktor (Röntgologe) mir bitte noch erzählt, was er da gesehen hat. OK, es kam dann auch ein netter, junger gutaussehender (wenigstens etwas positives) Arzt der mich mitnahm ins Sprechzimmer und mir strahlend erzählte was ich doch für ein spannender Fall wäre. Er hätte ja nach Bandscheibenvorfällen gesucht, die hat er aber nicht gefunden. Statt dessen waren da Schatten im Rückenmark, die wollte er sich eben noch mit Kontrastmittel anschauen und tatsächlich es sind Entzündungen. Drei Stück im Rückenmark und eine im Kopf *umfall* Mehrere Entzündungen im Zentralen Nervensystem (Rückenmark und Gehirn) nennt der Volksmund Multiple Sklerose. Das sagt aber erstmal gar nix, weil es auch viele Fälle gibt in denen einmalig diese Entzündungen auftreteten, behandelt werden und nie wieder kommen. Erst wenn die Entzündungen wiederkehren also ein chronischer Prozess vorliegt spricht man tatsächlich von MS. Er verabschiedete mich weiterhin strahlend zu meinem Neurologen, wecks weiterer Behandlung.

Im Auto kamen mir meine neurologischen Ausfälle der Vergangenheit in den Sinn, welche ich nie weiter beachtet hatte (2001 das Auge - 2004 ein taubes Bein - seit 2005 sind 2 Finger der linken Hand taub - seit 2006 habe ich Blasenprobleme, die sich der Urologe nicht erklären kann - 2006 der taube Brustgürtel - 2007 s.o.) ... jetzt schien das alles plötzlich zusammenzupassen

Zu Hause bestürmte mich mein Kind und die FAmilie - Ich erzählte was von Entzündung im Rückenmark - Sie freuten sich alle wie blöd, dass ich keinen Bandscheibenvorfall, sondern nur eine Entzündung hatte. "Stell Dir mal vor sie hätten Dich noch operieren müssen. So eine Entzündung geht schnell weg, von einem Bandscheibenvorfall hast Du ewig was" *trockenlach*

Eine Woche später zum Neurologen. Der schrieb dann direkt die Einweisung fürs Krankenhaus "Dann gehen sie morgen hin zur Lumbalpunktion, danach sehen wir weiter" - Ups, die Woche war ich aber alleinerziehend, mein Mann weilte in New York. Ich bekam dann noch eine Woche Aufschub habe Kind und Kegel gemanaged. Frau geht ja nicht einfach mal eben so ins KH, das wäre ja zu einfach .

Während der Woche setzten die Gleichgewichtsstörungen ein, ich schwankte teilweise, mein rechtes Bein sackte immer mal wieder einfach so weg und das rechte Auge hatte auch wieder den Schleier, den ich noch von 2001 kannte und ich war MÜDE! Bin trotzdem zur Arbeit, habe hier alles allein geregelt. Am Samstag bin ich noch mit mit meiner Großen shoppen gegangen, naja gehumpelt - Das Kind brauchte dringend Klamotten. Nachmittags setzten dann die Krämpfe im Rücken ein - ich wäre eigentlich gerne ohnmächtig geworden, aber ich hatte keine Zeit, von unten rief die Jüngste, sie hätte "Mensch ärgere Dich nicht" fertig aufgebaut, wann ich denn spielen komme. Wie ich den Samstag noch geschafft habe, weiss ich nicht.

Montag dann ins Krankenhaus, erst neurologische Untersuchungen und ich habe wunderbar ziemlich viele MS Symptome vorgeführt - unkontolliertes Zittern der Beine, taumeln, Nase nicht treffen, Taubheit sowieso - Reflexe einseitig überzogen...

Dienstag dann Lumbalpunktion, die war problemlos. Noch vor dem Ergebnis der Lumbalpunktion erzählte mir die Stationsärztin aber schon, sie hätten sich zu dritt meine Kernspinbilder angeschaut. Dort wären insgesamt 9 Entzündungsherde in meinem Kopf - 7 vernarbte/alte + 2 frische und zusätzlich noch 2 im Bereich Brust-/Halswirbelsäule im Rückenmark - DEFINITIV chronisch entzündlicher Prozess...

...JUPP, das saß. Zum Glück musste ich nach der Lumbalpunktion eh das Bett hüten so konnte ich mir dann auch gleich die Decke über den Kopf ziehen und ne Runde heulen.

Es folgte der 1. Versuch mit der hochdosierten Kortison Schubthera zu beginnen am Mittwoch. Der ging schief, die Studentin hat es auch im zweiten Versuch nicht geschafft mir einen Zugeng zu legen. Vene wurde zerstochen, Infusion lief in die Muskulatur, Oberarm sah aus wie Popeye, ich hatte für den Tag genug.

Donnerstag der zweite Versuch, diesmal legte die Stationsärztin den Zugang, ab da gab es dann täglich 1000mg. Cortison. Die Späße welche so hoch dosiertes Kortison als Nebenwirkungen so bietet habe ich gut ausgekostet ... "I believe I can fly"

Freitag kamen dann die endgültgen Werte der LP, welche nur noch bestätigten, was jedem schon klar war: Multiple Sklerose - Blutergebinsse habe auch keine andere Diagnose mehr zugelassen, aber das war eh nur noch pro forma...

...to be continued.

3 Kommentare 9.10.07 21:05, kommentieren

5 Monate und 1 Schub später

Mittlerweile ist viel Zeit ins Land gegangen. Diagnose und Kortisontherapie habe ich zunächst recht gut verarbeitet. Nachdem ich das Internet zum Thema MS „durch“gelesen hatte, eine Online Selbsthilfegruppe und eine tollen Neurologen und MS-Spezialisten in meiner Nähe fand, war ich überzeugt, die Krankheit könne mir nichts schlimmes anhaben.

Die Symptome des Schubs haben sich bis auf ein paar Kleinigkeiten, mit denen man prima leben kann gut zurückgebildet. Im Juni fing ich eine immunmodulierende Basistherapie an und spritzte fortan tägl. Copaxone.

Mir selber Spritzen zu geben war zwar zunächst unvorstellbar, stellte sich aber als weniger dramatisch raus, als man zunächst glaubt. Es entwickelt sich tatsächlich irgendwann eine Routine und auch die anfänglich heftigen Hautreaktionen auf das Medikament (Hühnerei große Beulen und blaue Flecken) wurde irgendwann weniger schlimm. Ich spritzte (und tue es noch) in dem festen Glauben, das mich dieses Medikament vor einem schnellen weiteren Schub bewahren würde. Dafür nehme ich auch die Nebenwirkungen in Kauf, welche sich bei mir nur noch auf ein schmerzhaftes Brennen, ca. eine halbe Stunde nach dem Spritzen beschränken. Zusätzlich verschrieb mir mein Doc noch Amantadin, ein Mittel gegen meine Fatique (anfallsartige Müdigkeit, auch ein MS Symptom).

Ich rappelte mich also wieder auf...

Mein Vater teilte mir mit, er sei an Krebs erkrankt und es folgte die Zeit der Angst während der OP und das Warten auf die Ergebnisse und Prognosen. Der Krebs wurde früh entdeckt, konnte vollständig entfernt werden, die Prognosen sind GUT.

Ich rappelte mich wieder hoch und ich fing ca. 2 Monate nach meinem Diagnoseschub an, mein Leben aktiv zu gestalten und zu geniessen –nahezu ohne Einschränkung und ohne einen Gedanken an einen möglichen nächsten Schub.

Dann starb meine Mutter…

…und irgendwie rappelte ich mich wieder hoch.

Anfang August, nur 3 Monate nach dem letzten Schub und 3 Wochen nach dem Tod meiner Mutter ging es wieder los. Ich wachte morgens auf und meine Beine fühlten sich an wie nach einem Marathon, ich bekam sie nicht richtig gerade konnte nur unter Schmerzen und humpelnd laufen. In den nächsten Tagen kamen wieder Gefühlsstörungen dazu - abends, wenn ich zur Ruhe kam, drehten meine Beine auf und zuckten Katapultmässig, am Tage zitterten sie nur…Wieder zum Doc, welcher bei der Untersuchung leise „Scheisse“ fluchte – Es ist SEHR beruhigend, wenn ein Arzt, welcher immer Zuversicht und Ruhe ausstrahlt „Scheisse“ flucht, während er einen untersucht. Ergebnis: erneuter Schub mit Paraspastik und Fußklonus…

Es folgte dieselbe Prozedur wie im April. Ab ins KH, 5x ran an den Tropf mit 1000mg. Kortison, natürlich habe ich auch wieder wunderschöne Nebenwirkungen mitgenommen unter anderem musste mir ob des in die Höhe schiessenden Blutzuckers, ab Tag 2 Insulin gespritzt werden, man will ja auch was haben von so einem KH Aufenthalt. Direkt nach dem letzten Tropf holte mich meine Familie mit dem gepackten Auto ab und wir fuhren in den geplanten Urlaub. Den hatten wir uns alle verdient und ich konnte meinen Kortisonrausch ausschwitzen

Dieser Schub ist jetzt auch wieder 2 Monate her. Von ihm habe ich mich noch nicht so ganz wieder hochgerappelt, aber ich arbeite daran –unter anderem mit dem Schreiben, dieser ellenlangen Texte

Diesmal habe sich die Symptome noch unvollständiger zurückgebildet als beim letzten Mal, eine Untersuchung vor 2 Wochen ergab eine EDSS von 4,0 – das ist zwar zunächst nur eine Zahl, die hat mich aber doch ganz schön geschockt, wenn man bedenkt, dass ich erst seit wenigen Monaten von der MS weiss, „erst“ 6 Jahre mit der MS lebe und mit meinen 37 Lenzen noch einige Jahre mehr mit ihr leben „möchte“

Da mich all die sinnlosen Gedanken, genau um dieses Thema in eine absolute Antriebslosigkeit gestürzt hatten, weil mir alles nur noch sinnlos vorkam (Warum jetzt im Job noch abstrampeln, wenn ich in ein paar Jahren eh erwerbsunfähig sein werde?), weil ich für dieses Jahr einfach mal keine Kraft, Lust und Energie mehr hatte mich immer wieder hochzurappeln um dann doch wieder einen vor den Bug zu bekommen und wieder von vorne anzufangen. Weil ich am Ende nochnichtmal mehr Lust auf meine Hobbys hatte, habe ich die letzten beiden Wochen das Amantadin (gegen die Fatique) ausgeschlichen und heute mit dem Einschleichen von Citalopram (einem Antidepressivum, welches auch gegen Fatique bei MS hilft) begonnen.

Die Einnahme der ersten halben Tablette heute morgen führte dazu, dass ich eine halbe Stunde später auf dem Küchenboden hockte, wo mein Kreislauf mich hinbefördert hatte…

…ich denke ich sollte morgen mal was essen, bevor ich die nächste halbe Tablette nehme?!?!

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So, nun sind wir, die MS betreffend up to date und ich kann beginnen, mein Tagebuch zu schreiben. Rein sollen, all die Gedankendie MS aber eben auch lustige Dinge aus dem alltäglichen Wahnsinn einer fast normalen Familie. Vielleicht interessiert es ja jemanden und wenn nicht, dann nutze ich es stumpf als Ventil

3 Kommentare 10.10.07 16:29, kommentieren

Manchmal macht es auch Spaß...

...Teenager zu ärgern. Man kann sich noch genau hineinfühlen in die Gedankengänge, man weiß genau, wofür man nun wieder gehasst wird...aber man ist als Mutter nunmal so. Man ist grausam und besteht auf das Anziehen einer Jacke, bei Temperaturen unter 10°C.

Heute morgen 7:30 im Hause B. in B. bei H...Ich betrachte meine Kinderlein (7 und 14) beim Anziehen um in die Schule zu gehen. Die Große will nur in Strickjacke raus, es ergibt sich folgender Dialog, wie er bestimmt schon unzählige Male in unzähligen Familien mit unzähligen Teenagern stattgefunden hat.

Muttern: Ich glaube eine Strickjacke ist zu wenig, es ist kalt da draussen.

Teenager: Das ist eine WARME Strickjacke! *keif*

Muttern: Ich glaube, auch eine warme Strickjacke ist zu kühl.

Teenager - auf dem Weg zur Palmenspitze: Das ist mir egal was Du glaubst, ich geh jetzt so!

Muttern: Nein, es ist nicht egal, du wirst krank.

Teenager: Das kann DIR doch egal sein!

Muttern: Nein, ich muss dich pflegen...

Teenager unterbricht keifend: Brauchst Du NICHT!

Muttern:...und darauf achten, dass Du nicht so viele Fehlzeiten in der Schule hast.

Teenager: Ich geh auch krank zur Schule!

Muttern *kann_sich_das_lachen_nicht_verkneifen*: RICHTIG und bis dahin ziehst Du die dicke Jacke an *hinhalt*

Teenager pfeffert die Möhren in die Ecke, welche für die Kaninchen bestimmt waren. Möhren zerbröseln sich in viele Einzelteile.

Muttern: Und jetzt musst Du leider noch ein Tuch holen und das wieder wegwischen.

Teenager gleicht einer Dampflock, schnappt sich schnaubend, ein Tuch entfernt die Möhrenreste, zieht die Jacke an und Abmarsch.

Draussen steht die Freundin ... in dicker Jacke ...

Muttern kann es sich nicht verkneifen: Mensch S. Du hast aber eine tolle, warme Jacke an.

S. *strahlt*: Ja, die habe ich mir gestern ausgegraben, ganz schön kalt so auf dem Fahrrad. 

S. kann gar nicht begreifen, warum Muttern so breit grinst und Teenager kurz vorm platzen ist.

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Nein, ich diskutiere nicht alles so dermaßen stoisch durch und aus, aber heute war mir mal danach.

Meine Tochter hat mir mittlerweile verziehen und sprach heute nachmittag wieder ganz normal mit mir

3 Kommentare 10.10.07 17:49, kommentieren

Endlich Wochenende

"Heute ist Freitag und Dienstag ist Montag"...
...Mit diesem Satz habe ich heute (Donnerstag) meinen Kollegen von gegenüber "gemobbt" :-) Dieser war, kaum merklich neidisch, dass ich schon wieder ein langes Wochenende und somit nächste Woche schon wieder eine kurze Woche habe.
 
Zum Abschluß hat mich meine Chefin, durch Kleinkrämerei nochmal so richtig demotiviert und auf die Palme gebracht, aber das ist jetzt auch egal.
 
Heute wird noch ein bisschen Wäsche gemacht, morgen eingekauft und gepackt und die Oma vom Bahnhof geholt und Samstag gehts dann in ein Wellnesshotel nur mit meinem Mann bis Montag.
 
3 Tage lang nichts machen ausser Seele baumeln lassen...
 
*freujubelundtanz*

6 Kommentare 11.10.07 16:04, kommentieren

Nein, da ist nichts!

Vorgestern mittag habe ich mich gegen Grippe impfen lassen...

 Vorgestern nachmittag bekam ich einen Wadenkrampf rechts, der erst am nächsten Morgen weg war...

 Gestern am Tage waren die Beine recht steif und schlapp, aber noch im "normalen" Bereich (also das was seit dem letzten Schub halt so normal ist)...

 Gestern Abend, auf dem Stuhl am PC sitzend von jetzt auf gleich unkontrollierbar zitternde Beine -ach so, ich hatte die Füsse aufgestellt -Klonus...

 Letzte Nacht lag ich ewig wach mit komplett verkrampften rechten Bein...

 NEIN, das ist kein Schub! Das ist eine vorrübergehende Verschlechterung durch die Grippeimpfung. Kann mal passieren, es ist ALLES OK!

 Manchmal hasse ich es dieses ewige in sich reinhorchen. Dieses ständige Beobachten der Zeitbombe, die man da in sich trägt. Geht sie jetzt wieder hoch, nächste Woche, nächsten Monat????

*AGRL* 

3 Kommentare 12.10.07 08:55, kommentieren

Echt klasse, diese Pillen...

...die machen ja wirklich richtig wach. Nur leider zur falschen Tages- bzw. Nachtzeit *grmpf*

 Seit drei Tagen nun nehme ich das Antidepressivum, welches gleichzeitig gegen die Fatique wirken soll. Seit drei Nächten sitze ich nachts gegen 3:30 Uhr senkrecht im Bett und bin wach. So wach, dass es das dann auch war für die Nacht. Müde werde ich wieder im Laufe des Vormittags und dann für den Rest des Tages und zwar so richtig...

...ich gehe jetzt einfach mal davon aus, dass es noch anders und besser wird, wenn mein Körper sich gewöhnt hat - will ja positiv bleiben!!! 

4 Kommentare 13.10.07 11:58, kommentieren

Ein Traum von Wochenende...

...und zwar in allen Belangen.

Alle Grundbedingungen stimmten. Meine MS-Beschwerden der letzten Woche stellten sich tatsächlich als vorrübergehend heraus. Samstag morgen ging es mir mit Ausnahme des Schlafmangels prima und das sollte auch für den Rest des Wochenendes so bleiben. Das Wetter war so wie bestellt. Sonniges Oktoberwetter liegt bei mir auf der Wetterwunschliste gleichauf mit erstem Frühlingserwachen.

So brachen wir also Samstagmittag frohen Mutes in unser wohlverdientes Wellnesswochenende auf, nachdem wir hier meine Schwiegermutter in die Funktion eines Kaffeevollautomaten und andere Geheimnisse meiner Küche eingeführt und gemeinsam mit den Kindern verabschiedet hatten.

Uns erwartete ein Traumhotel in Traumlage. Auf dem Zimmer die kuscheligsten Bademäntel, die die Welt je sah. Nach einem ersten Spaziergang im Wildpark sind wir dort hinein geschlüpft und ab in die Wellnessanlage. Zwar war mir von vorneherein klar, das saunieren ein gewissen Risiko für mich bedeutet - vorrübergehende Verstärkung von neurologischen Ausfällen bei Erhöhung der Körpertemperatur (Uthoff Phänomen) - DAS Risiko war ich gerne bereit einzugehen, bedeute ein ausgiebiger Saunatag für mich doch immer Entspannung im Reinformat.

So war es dann letztendlich. Hernn Utthoff hatte ich zu Hause gelassen. Nach Saune und kalt duschen rausgehen und warmeingemummelt in der Herbstsonne dösen, es kann nichts schöneres geben. Sich dann am Obstbuffet und der Saftbar zu bedienen und das Ganz von vorn *sehnsüchtigseufz* einfach nur schön :-)

So verbrachten wir den Samstag und den Sonntag mit saunieren, dösen, spazieren gehen, Hirsche und Rehe beobachten, Laubrascheln, Händchenhalten (WAS so ein Wellnesswochenende aus einem alten Ehepaar noch machen kann *g*), Dingen die ich hier nicht (be)schreibe und tollem Essen - kurz, das Wochenende war also Luxus pur und wir haben jede Sekunde aus vollem Herzen genossen.

Achso, letztendlich haben dann auch die Nebenwirkungen des Antidepressivums nachgelassen. Seit Sonntagnacht kann ich schon wieder recht gut schlafen...Alles wird gut

 

5 Kommentare 16.10.07 17:26, kommentieren

Junkie

Vorletzte Nacht hab ich mal wieder bescheiden geschlafen...

 Stimmt gar nicht, eigentlich habe ich prima geschlafen. Bis um 4:30 Uhr, da war die Nacht für mich mal wieder vorbei. Voller Tatendrang bin ich dann um 5:00 Uhr aufgestanden, ist ja auch mal schön, wenn man mal so viel Zeit und Ruhe am Morgen hat *ironieoff*

Der Tag war entsprechend. Ab 11:00 habe ich dagegen angekämpft mit dem Kopf auf den Schreibtisch zu fallen, meine Chefin hat -unwissend- mitgekämpft und mich mit Arbeit zugeschmissen. Kind hat am Nachmittag auch gekämpft und mich beschäftigt.

Gegen 22:00 Uhr bin ich mit der Copaxone Spritze in der Hand auf dem Sofa eingeschlafen. Muss ein interessanter Anblick gewesen sein

19.10.07 09:10, kommentieren

Während ich hier so sitze...

...und im Inet surfe, habe ich die Füsse auf den Rollen meines Schreibtischstuhles abgestellt.

Fast schon schmunzelnd nehme ich zur Kenntnis, das diese Haltung wiedermal einen Klonus , sprich bös zitternde Beine zur Folge hat. Stelle ich die Füsse gerade auf den Boden, hört es auf, genauso wie es wieder anfängt, wenn ich die Füsse wieder hoch stelle.

[Sarkasmus_on] Ich kann was neues, Klonus an-  und wieder ausschalten

3 Kommentare 19.10.07 09:47, kommentieren

Faszinierend

 

Schlafende Kinder sind klasse!

Bevor ich ins Bett gehe, schaue ich immer gerne nochmal nach meinen Kinderlein. Ich liebe es die schlafenden Motten zu beobachten, die mir am Tage so manchen Nerv rauben wollen.

Faszinierend, wie gut sie gehorchen so im Schlaf. Sagt man zur schlafenden, völlig verdrehten S. leise, sie solle sich doch wieder aufs Kopfkissen legen, tut sie das, grinst sich einen, brabbelt was und schläft weiter. Habe ich früher zu der, vor dem Bett schlafenden J. gesagt, sie solle doch wieder ins Bett gehen, stand sie auf, legte sich hin und schlief weiter. Nie wusste ein Kind am nächsten Morgen, das irgendetwas war...

Faszinierend finde ich auch die Positionen in denen (meine) Kinder schlafen können. Ich hab da schon so manches gesehen. S. wäre z.B. mal fast mit dem Kopf ins Essen gefallen, ich konnte sie gerade noch auffangen, weil ich sah wie sie plötzlich die Augen verdrehte. J. konnte auf einem Schaukelpferd schlafen, S. lag auch schon schlafend mitten auf dem Wohnzimmerboden *neverendingstory*

Gestern abend schaute ich zur schlafenden S.

S. saß senkrecht im Bett, den Kopf geradeaus...

...und schlief.

Sie atmete völlig gleichmässig, fiel beim kleinsten Antippen an der Stirn zurück ins Kissen und schlief.

Wie bitte kann man senkrecht sitzend - ohne Rückenlehne -mit dem Kopf geradeaus - schlafen???

Faszinierend!

5 Kommentare 20.10.07 20:07, kommentieren


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