Multiples......Ein Tagebuch, nicht nur über eine Krankheit


Ich kann und will grad nicht mehr!

6:15: Aufstehen, schneller Kaffee, Kind wecken, Klamotten rauslegen, ins Bad, der Gatte mach derweil Frühstück.

7:00: Schulfrühstück, noch ein Kaffee, etwas aufräumen, Turnbeutel suchen, Schwimmsachen für den Nachmittag packen.

7:30: DOCH, du brauchst eine Mütze, NEIN, Du brauchst im Dunkeln keine Angst zu haben, JA, Du kannst zur Schule gehen und brauchst nicht gefahren werden...

7:35: Verheultes Kind steht vor der Tür. Nein, sie kann nicht zur Schule gehen, sie hat so Angst. Kompromiss auf die Schnelle: Papa bringt sie bis zur Strasse.

7:45: Aufbruch zur Krankengymnastik, danach zur Arbeit.

9:05: ArbeitsPC ist hochgefahren, die Inbox quillt über und beschert mir jede Menge kurzfristige Aktionen, zwischendrin schmeisst meine Chefin mit weiterem kurzfristigen..insgesamt ist alles sehr wuselig und schwer überschaubar.

12:15: Kurze Essenspause, dann wird weiter gewuselt, geschrieben organisiert.

14:35 - 15:00: Fahrt nach Hause, immer mit Blick auf die Uhr - ich bin knapp dran.

15:00: Eigentlich will ich nur mal eine halbe Stunde aufs Sofa, ich bin kaputt! Statt dessen trinke ich schnell einen Kaffee und weiter gehts... 

15:10: Kind zum Englischunterricht fahren, etwas einkaufen, etwas lesen im kalten Auto, auf Kind warten - nach Hause fahren lohnt nicht.

16:30: Kind zum Probeschwimmen in die Schwimmhalle fahren.

17:00: Kind schwimmt, ich trinke Kaffee, führe Smalltalk mit anderen Müttern.

17:45: Vollbekleidet und entsprechend schwitzend dem Kinde in der Schwimmbaddusche die Haare gewaschen und zum zügigen anziehen motiviert...Doch, die Haare müssen wirklich trocken gefönt werden und wenn der Hunger noch so groß ist.

18:15: Zu Hause. Kind zieht einen Schlafanzug an, ich mache Abendbrot und nochmal Nachschlag und nochmal Nachschlag - schwimmen macht hungrig.

19:30: Kind liest mir was vor, ich schlafe fast ein, wir kuscheln noch etwas berreden den Tag.

20:00: Feierabend...

...hab ich gedacht und gehofft aber nicht wirklich erwartet.

20:05: Das allabendliche Drama vor dem mir schon fast graute begann

"Ich hab sooooooo Angst" brüllte es aus dem Kinderzimmer.

Wovor, warum und überhaupt. Sie kann es mir nicht sagen.

Kaputt wie ich bin habe ich eben einen kleinen Nervenzusammenbruch bekommen. Meine Große hat mich aus dem Zimmer geschoben und aufs Sofa verfrachtet, redet seitdem beruhigend und gleichzeitig energisch auf sie ein....Das wäre doch eigentlich meine Aufgabe

 

Heute ist erst Tag1 von der Woche in der der Gatte durch gleich zwei Länder reist - ich muss alleine durch diese Woche, bin ich schon oft auch über längere Zeiträume. Aber ich brauche irgendwann, nach 14 Stunden Daueraktion auch mal einen Feierabend verd****** nochmal - ich kann nicht mehr und ich will auch nicht mehr zur Verfügung von irgend jemanden stehen - es reicht jetzt für heute!!!

20:20: Ich geh mal hoch, nehm die Große in den Arm, lös sie ab und wirke dann energisch, beruhigend, mutmachend auf meine Kleine ein...

 
Nachtrag 21:15
: Nachdem ich meiner Tochter vermittelt habe, dass es

 - A: gar keine Geister gibt und selbst wenn
 - B: ich sie mit einer Bratpfanne aus dem Haus prügle, sollten sie sich hertrauen

hat sie sich bepieselt vor Lachen und scheint nun tatsächlich zu schlafen

Ich dann auch gleich... Somit ist dieser Tag geschafft

 

10.12.07 20:24

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