Multiples......Ein Tagebuch, nicht nur über eine Krankheit


Familien-Geschichte(n)

Rabenmutter

Heute ist der erste Ferientag. Trotzdem musste mein Kind heute um 7:00 Uhr aufstehen um von 8:00 bis 16:00 in die Ferienbetreuung zu gehen. Ich muss diese Woche noch arbeiten.

Macht aber nichts, Kind geht gerne in die Ferienbetreuung, sie hat dort viel Spaß, wenn das frühe Aufstehen nicht wäre...aber OK, das eine was man will, das andere, was man muß

Um gefühlte 14:30 war ich sehr konzentriert an meinem Schreibtisch, als meine Chefin neben mir stand "Wie lange machst du denn heute?" 

Ich will gerade erklären, dass ich sehr pünktlich um 15:30, eigentlich etwas eher los muss und schaue im gleichen Zug zur Uhr...

...die gerade 15:33 anzeigte *KREISCH*

Jacke an und Rechner runterfahren und herumliegendes Papier auf einen Stapel schmeissen waren dann irgendwie zeitgleich mit dem Verschwinden aus der Tür.

Ich habe, wenn ich gut durchkomme 25 Min. Fahrtzeit von der Firma nach Hause, wenn ich blöd parke brauche ich vom Büro ins Auto aber auch nochmal 5-10 Minuten. Heute habe ich zum Glück einen seltenen, nahen Parkplatz gehabt und kam auch gut durch...

...Um 16:02 kam ich in die Tür zur Ferienbetreuung, wo man sich über meinen gehetzten Gesichtsausdruck königlich amüsierte. 

Natürlich war meine Tochter die letzte, die abgeholt wurde, aber sie kennt das von mir und geniesst es mittlerweile, mal exclusiv Betreuung zu haben  

3 Kommentare 10.3.08 21:16, kommentieren

Der Gatte...

Warum nur muss ich bei diesem Sketch an meinen Mann denken???

3 Kommentare 2.3.08 14:38, kommentieren

Einfach nur schön!

Sonntagmorgen

9:00 Uhr: Kind2 wird wach und weckt den Gatten. Ich bekomme nichts von dem mit.

10:00 Uhr:
Der Gatte serviert einen frischen Kaffee, hockt sich auf die Bettkante und streichelt mich wach.

Kaffee schlürfen und noch ein bisschen dösen.

10:15 Uhr:
Kind2 kommt kuscheln und erzählen, der Gatte legt sich mit den Worten „Frühstück ist fertig“ dazu...

Es ist einfach herrlich geliebt zu werden!

10:30 Uhr:
Frühstück


11:00 Uhr:

Lange Session, ganz alleine im Bad


12:30 Uhr:

Auf geht’s ins Schwimmbad…


Wer jetzt die Titelmelodie der Waltons im Ohr hat, dem sei gesagt: Ich auch

3 Kommentare 24.2.08 12:29, kommentieren

Im Wartezimmer des Kinderarztes

Voll, warm, stickig...

Eine südländische Familie. Vater, Mutter, 4 Kinder reden auf südländisch laute Art, Kinder rennen, schreien, Füsse auf Stühle, coole Südländer halt.

Eine (höchstens 17 jährige?) Mutter mit Kleinkind. Kleinkind will auf kleinkindische Art und Weise die Welt entdecken. Kleikind wird von Muttern, die ihn auf Schritt und Tritt verfolgt und keinen Zentimenter von seiner Seite weicht daran gehindert. Kleinkind wird ob dieser Behinderung seines Entdeckerdranges sauer und bringt das Lautstark zum Ausdruck. Nein, den Schnuller will er nicht und die Teebuddel, die Muttern ihm ewig andrehen will auch nicht. Einfach ein bisschen rumlaufen, alle Menschen begrüßen und alles mal anfassen, das würde ihm schon völlig genügen, aber das darf er ja nicht.  Also...*brüll_wie_am_Spieß*

Neben mir die Oma von Kleinkind und die Tante (ca. 15J.) von Kleinkind. Tante kämpfte noch ein wenig mit homonbedingt überproduzierenden Schweißdrüsen, zumindest nehme ich das mal an und möchte ihr nicht unterstellen, dass sie aufgrund von mangelnder Körperhygiene so roch, wie sie roch.

Zwei mal DAS Mutti mittleren Alters, die beiden scheinen sich zu kennen *ratschtratsch* "Haste schon gehört und sowieso und überhaupt..." (sie haben echt die Hand vorgehalten). Kind von Mutter 1 (ca. 6jähriges Mädchen). besetzt einen Stuhl mit Puppe *befehlston_on* "NEIN Mama, da DARFST du dich nicht hinsetzen" - Mama setzt sich lächelnd weiter.

Kind von Mutti Nr. 2 (ca. 5 jähriges Mädchen) einnehmend und zickig. Mutter lächelt zu jedem Blödsinn, den ich schon längst mit ein bis zwei ruhigen Ansagen unterbunden hätte immer auf die selig dümmliche Mutti Art "Komm her zu Mami, ich les Dir noch was vor"...

"Willst Du nicht auch mal den Jungen da sitzen lassen, du hast doch schon zwei Stühle?!" - Nö willse nicht.

"Magst du mir mal helfen die Klötze wegzuräumen?" - Nö, willse nicht und muss sie nicht...

Irgendwann wird das Mutti aber dochmal richtig sauer und zieht DIE Erziehungskarte: "Denk an den Osterhasen!" Natürlich immer noch selig dümmlich, muttihaft grinsend *gnarf*

Warum nur war das Kind nicht wirklich beeindruckt?????
Wir werden es nie verstehen...

Zu meinem Glück fehlte jetzt eigentlich nur noch:

"Tschakeline komm ma nach hier sonst gibbet wat anne Ohrn!"

Aber die habe ich leider verpasst, schade dabei habe ich extra 1,5 Stunden in der Arztpraxis verbracht...

...Mit Termin zum Lungenfunktionstest, also mit gesundem Kind in einem Wartezimmer in dem alle möglichen Viren und Bakterien gemeinsam Samba getanzt haben...

...no further comment...

 

5 Kommentare 21.2.08 20:56, kommentieren

Wie süß ist das denn?!

Heute morgen im Bett, wie üblich am Samstag noch ein bisschen mit Kind 2 gekuschelt, gealbert, gequatscht.

Das Thema kam (warum auch immer) zunächst auf den technischen Vorgang des Baby zeugens. Den habe ich recht souverän abgehakt, das Verständnis des Ganzen war voll da, wir hatte das auch schonmal, aber Kind war sich nicht mehr ganz sicher in den Details.

Nach dem technischen habe ich dann auch gleich noch das Thema Liebe zwischen Mann und Frau mit aufs Tablett gebracht und dass, das mit dem Babymachen eben kein technischer sondern ein sehr intimer Vorgang ist, den man wirklich nur mit jemanden vollziehen sollte, von dem man sich sicher ist, das man ihn auch wirklich liebt. Woran man das erkennt? Ja, das zu erklären war schwer, ich habs versucht und offensichtlich war das gar nicht so schlecht zumindest fing mein Kind von jetzt auf gleich an zu weinen.

Warum?

Ja, das wusste sie nicht. Sie wusste nicht ob sie nun traurig oder glücklich war - aber was ich da über Liebe und so gesagt hatte, da musste sie einfach plötzlich anfangen weinen. 

Ich glaube ich habe es geschafft das richtige Gefühl zu vermitteln, dass, welches man empfindet wenn man liebt. Zumindest war mein Kind komplett gerührt...

*schnüff* 

9 Kommentare 16.2.08 18:45, kommentieren

Gespräch beim Mittagessen

Tochter (7,5 Jahre): Mamaaaaa? Gibt es eigentlich auch jetzt noch in manchen Ländern Krieg?

Mutter: Ja, leider gibt es das.

 

********nachdenkliche Pause***********

 

Tochter: Aber warum machen die denn das? Die müssen doch mal begreifen, dass das total doof ist. Wenn man mit Waffen schiesst, dann kann man doch jemanden töten und tot ist doch traurig find ich.

 

Was soll man darauf antworten, ausser dem Kind recht zu geben?

Wie erklärt man solche Dinge, ausser mit der Ehrlichkeit, dass man es selbst nicht begreift?

 

Tochter: Ich hoffe, wenn ich mal groß bin haben alle Menschen gelernt, dass man sich nicht töten darf. Müssen sie ja eigentlich, das dauert ja noch lange, bis ich richtig groß bin - bis DAHIN werden das wohl alle gelernt haben!

 

Sie isst ob dieser Erkenntnis beruhigt in aller Ruhe und Kindlicher Fröhlichkeit weiter, wechselt das Thema.

 *seufz*

Ich hoffe, von ganzem Herzen, das sie Recht behält!!!


3 Kommentare 26.1.08 13:18, kommentieren

Ich kann und will grad nicht mehr!

6:15: Aufstehen, schneller Kaffee, Kind wecken, Klamotten rauslegen, ins Bad, der Gatte mach derweil Frühstück.

7:00: Schulfrühstück, noch ein Kaffee, etwas aufräumen, Turnbeutel suchen, Schwimmsachen für den Nachmittag packen.

7:30: DOCH, du brauchst eine Mütze, NEIN, Du brauchst im Dunkeln keine Angst zu haben, JA, Du kannst zur Schule gehen und brauchst nicht gefahren werden...

7:35: Verheultes Kind steht vor der Tür. Nein, sie kann nicht zur Schule gehen, sie hat so Angst. Kompromiss auf die Schnelle: Papa bringt sie bis zur Strasse.

7:45: Aufbruch zur Krankengymnastik, danach zur Arbeit.

9:05: ArbeitsPC ist hochgefahren, die Inbox quillt über und beschert mir jede Menge kurzfristige Aktionen, zwischendrin schmeisst meine Chefin mit weiterem kurzfristigen..insgesamt ist alles sehr wuselig und schwer überschaubar.

12:15: Kurze Essenspause, dann wird weiter gewuselt, geschrieben organisiert.

14:35 - 15:00: Fahrt nach Hause, immer mit Blick auf die Uhr - ich bin knapp dran.

15:00: Eigentlich will ich nur mal eine halbe Stunde aufs Sofa, ich bin kaputt! Statt dessen trinke ich schnell einen Kaffee und weiter gehts... 

15:10: Kind zum Englischunterricht fahren, etwas einkaufen, etwas lesen im kalten Auto, auf Kind warten - nach Hause fahren lohnt nicht.

16:30: Kind zum Probeschwimmen in die Schwimmhalle fahren.

17:00: Kind schwimmt, ich trinke Kaffee, führe Smalltalk mit anderen Müttern.

17:45: Vollbekleidet und entsprechend schwitzend dem Kinde in der Schwimmbaddusche die Haare gewaschen und zum zügigen anziehen motiviert...Doch, die Haare müssen wirklich trocken gefönt werden und wenn der Hunger noch so groß ist.

18:15: Zu Hause. Kind zieht einen Schlafanzug an, ich mache Abendbrot und nochmal Nachschlag und nochmal Nachschlag - schwimmen macht hungrig.

19:30: Kind liest mir was vor, ich schlafe fast ein, wir kuscheln noch etwas berreden den Tag.

20:00: Feierabend...

...hab ich gedacht und gehofft aber nicht wirklich erwartet.

20:05: Das allabendliche Drama vor dem mir schon fast graute begann

"Ich hab sooooooo Angst" brüllte es aus dem Kinderzimmer.

Wovor, warum und überhaupt. Sie kann es mir nicht sagen.

Kaputt wie ich bin habe ich eben einen kleinen Nervenzusammenbruch bekommen. Meine Große hat mich aus dem Zimmer geschoben und aufs Sofa verfrachtet, redet seitdem beruhigend und gleichzeitig energisch auf sie ein....Das wäre doch eigentlich meine Aufgabe

 

Heute ist erst Tag1 von der Woche in der der Gatte durch gleich zwei Länder reist - ich muss alleine durch diese Woche, bin ich schon oft auch über längere Zeiträume. Aber ich brauche irgendwann, nach 14 Stunden Daueraktion auch mal einen Feierabend verd****** nochmal - ich kann nicht mehr und ich will auch nicht mehr zur Verfügung von irgend jemanden stehen - es reicht jetzt für heute!!!

20:20: Ich geh mal hoch, nehm die Große in den Arm, lös sie ab und wirke dann energisch, beruhigend, mutmachend auf meine Kleine ein...

 
Nachtrag 21:15
: Nachdem ich meiner Tochter vermittelt habe, dass es

 - A: gar keine Geister gibt und selbst wenn
 - B: ich sie mit einer Bratpfanne aus dem Haus prügle, sollten sie sich hertrauen

hat sie sich bepieselt vor Lachen und scheint nun tatsächlich zu schlafen

Ich dann auch gleich... Somit ist dieser Tag geschafft

 

10.12.07 20:24, kommentieren

Lacher des gestrigen Tages

Wie wohl jedes Kind, malt auch das meine immer mal wieder die Hände an. Mal aus Versehen und mal mit voller Absicht.

Ist mir ja wurscht, ich muss so nicht rumlaufen. Trotzdem kann ich natürlich nicht anders und erkläre immer mal wieder das so eine angemalte Hand ja nicht unbedingt schön aussieht. Kind sieht das auch jedesmal ein und ist auch jedesmal tief betroffen, wenn es feststellt, das Filzstiftmalereien nicht unbedingt mit Seife abzuwaschen sind. Das hält Kind natürlich nicht davon ab wieder zu malen...warum auch immer, mir ist es letztendlich nicht wichtig genug um es zu ergründen.

Den Spruch "Schreib Dir das hinter die Löffel" habe ich zum Glück noch nie gesagt, auch wenn mein Kind nun schreiben kann. WEIL sie aber schreiben kann, kommt sie ganz von alleine darauf Dinge aufzuschreiben, die sie nicht vergessen möchte. So schrieb sie also auch gestern auf:

NICHT die Hände anmalen! 

Um es auch ja nicht zu vergessen schrieb sie es so auf, dass sie es immer im Blick hat: Direkt in die Handinnenflächen.

Sieht ja auch viel besser aus, als gemalt und sie hat dann auch nicht mehr gemalt, war ja auch kein Platz mehr

1 Kommentar 23.11.07 09:09, kommentieren

Heute nach dem Mittagessen :-)

 Mutter und Kind 2 (2. Klasse) sitzen gemeinsam am Tisch, Muttern will noch ein Gespräch anfangen über Schule und Sättigungsgrad oder sonstwas...

"Mamaaaa, darf ich jetzt BITTE Hausaufgaben machen?!"

Nagut, ausnahmsweise

Vorher stellte sie aber noch fest, das der Tisch abgeräumt und vor allem abgewischt werden müsste und ward schwupps verschwunden einen Lappen zu holen...

"Nimm Du mal bitte die Teller weg, damit ich hier richtig wischen kann!" 

Jawoll, Mam


3 Kommentare 14.11.07 14:24, kommentieren

Glücklich sein - Teil 2

Es ist so einfach glücklich zu sein!

Ein kleines Kind, dass sich morgens an einen kuschelt "Mama, ich kann Dich gar nicht loslassen, soooo lieb hab ich Dich!" Ein Kind, das hier hüpft, springt, tanzt, glücklich und ausgelassen ist.

Ein großes Kind, mit dem man Zukunftspläne schmiedet. Einfach mal träumen, spinnen und dabei fest daran glauben, dass dieses Kind alles schaffen kann, was es will - auch Tierärztin werden.

Zwei Kinder, die schon so groß und selbständig sind, dass es möglich ist sie abends mal alleine zu lassen, wenn Mama im Krankenhaus ist und Papa zu einem Geschäftstermin muss. Es klappt tatsächlich reibungslos, dass das große Kind dem kleinen Kind Abendbrot macht, bei Zubettgehen begleitet und gelassen beruhigt, wenn dann doch noch nach Papa geweint wird. Das kleine Kind berichtet noch heute begeistert von dem leckeren Essen, welches die Schwester da bereitet hat. 

Ein Mann, der einfach nur da ist, stützt, Wünsche abliesst, praktisch Dinge erledigt, die erledigt werden müssen, gelassen bleibt und sich trotzdem nicht selbst vergisst.

Monopoly spielen, gemeinsam frühstücken, Kinderlachen, bohren und hämmern aus des Männes Werkstattkeller, Albernheiten und Frechheiten am Rande - Meine Familie macht mich gerade ziemlich glücklich und stolz!

3 Kommentare 11.11.07 14:09, kommentieren


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