Multiples......Ein Tagebuch, nicht nur über eine Krankheit


Familien-Geschichte(n)

Ich hab Angst :-)

Vorgeschichte 1: Der Gatte ist Ingenieur und zwar mit Leib und Seele. Schon als Kind hat er seine Eltern in die Verzweiflung getrieben, weil er technische Geräte gerne mal auseinandergeschraubt hat um zu gucken wie es darin aussieht und wie sie funktionieren – Leider hat er sie nicht wieder zusammenbekommen.

Vorgeschichte 2: Vor ca. 8 Jahren schleppte der Gatten einen völlig kaputten VW-Käfer Motor an. Warum? Er wollte schon immer mal einen Motor auseinander und wieder zusammen bauen. Auseinander klappte prima, die Einzelteile wurden dann irgendwann – viel später entsorgt, ich weiß nicht mehr wie, aber umsonst war es sicherlich nicht.

Vorgeschichte 3: Vor 6 Jahren bezogen wir ein Reihenhaus. In der Küche fehlte ein Anschluss für den Abzugsschlauch einer Dunstabzugshaube. Der Gatte wollte dann mal ein Loch in die Außenwand dafür bohren. Das klappte nur halb, die Wand war stärker als er. So lebte ich ca. ein Jahr mit einem halben Loch über dem Herd, verklebt mit einer Plastiktüte. Jeder stärkere Wind hatte zur Folge, dass mir kleine Krümelchen und Bröckchen Wand auf den Herd fielen. Irgendwann ergab sich der Gatte meinem Flehen einen Handwerker kommen zu lassen, der dem ein Ende bereitet.

Vorgeschichte 4: Ich liebe diesen Kerl, gerade weil er so ein begeistertes Spielkind ist!!!

Vorgeschichte 5 – 82759: Ich bekomme nicht mehr alles zusammen – man kann sich ja nicht alles merken.

Aktuell: Seit 2005 bastelt er nun im Keller einen Beamer. Nicht dass man Beamer nicht auch fertig kaufen könnte, nicht dass wir einen Beamer überhaupt benötigen würden, aber…siehe oben, der Mann muss zwanghaft basteln. Bisher habe ich das schmunzelnd zur Kenntnis genommen, eine Fertigstellung dieses Beamers habe ich nicht für realistisch gehalten, siehe Vorgeschichte 2 und 3.

Vorgestern nun, ich befand mich gerade im Aufbruch zu einem Weiberstammtisch, vernahm ich seine Stimme, welche mir stolz wie Bolle verkündete: „SCHATZ, ich habe eine tolle Nachricht für dich. Der Beamer ist fertig und ich hab mir gedacht, weil Du doch diesen hässlichen Kasten - der natürlich nicht hässlich ist - nicht im Wohnzimmer haben möchtest bohre ich ein Loch vom Flur ins Wohnzimmer, befestige den Kasten dort, so dass im WoZi nur die Linse aus der Wand guckt.“

Zwar sprach er das mit einem Lachen, welches vermuten lässt, er möchte mich nur aufziehen, aber…

Waaaaaaaaaaaaah, JETZT habe ich Angst (siehe Vorgeschichte 3). Die Wand von der wir hier sprechen ist eine dicke Stahlbetonwand, da geht kein Nagel rein und der Gatte will Löcher durchbohren. Das ich diese Wand, wie alle anderen im Haus gerade frisch renoviert habe, davon möchte ich ja gar nicht sprechen.

Bis jetzt ist die Wand noch heil und es hängt auch noch kein großer schwarzer Kasten, verbunden mit Kabelage dran…Bis jetzt…


*to be continued*

6 Kommentare 21.10.07 12:34, kommentieren

Faszinierend

 

Schlafende Kinder sind klasse!

Bevor ich ins Bett gehe, schaue ich immer gerne nochmal nach meinen Kinderlein. Ich liebe es die schlafenden Motten zu beobachten, die mir am Tage so manchen Nerv rauben wollen.

Faszinierend, wie gut sie gehorchen so im Schlaf. Sagt man zur schlafenden, völlig verdrehten S. leise, sie solle sich doch wieder aufs Kopfkissen legen, tut sie das, grinst sich einen, brabbelt was und schläft weiter. Habe ich früher zu der, vor dem Bett schlafenden J. gesagt, sie solle doch wieder ins Bett gehen, stand sie auf, legte sich hin und schlief weiter. Nie wusste ein Kind am nächsten Morgen, das irgendetwas war...

Faszinierend finde ich auch die Positionen in denen (meine) Kinder schlafen können. Ich hab da schon so manches gesehen. S. wäre z.B. mal fast mit dem Kopf ins Essen gefallen, ich konnte sie gerade noch auffangen, weil ich sah wie sie plötzlich die Augen verdrehte. J. konnte auf einem Schaukelpferd schlafen, S. lag auch schon schlafend mitten auf dem Wohnzimmerboden *neverendingstory*

Gestern abend schaute ich zur schlafenden S.

S. saß senkrecht im Bett, den Kopf geradeaus...

...und schlief.

Sie atmete völlig gleichmässig, fiel beim kleinsten Antippen an der Stirn zurück ins Kissen und schlief.

Wie bitte kann man senkrecht sitzend - ohne Rückenlehne -mit dem Kopf geradeaus - schlafen???

Faszinierend!

5 Kommentare 20.10.07 20:07, kommentieren

Manchmal macht es auch Spaß...

...Teenager zu ärgern. Man kann sich noch genau hineinfühlen in die Gedankengänge, man weiß genau, wofür man nun wieder gehasst wird...aber man ist als Mutter nunmal so. Man ist grausam und besteht auf das Anziehen einer Jacke, bei Temperaturen unter 10°C.

Heute morgen 7:30 im Hause B. in B. bei H...Ich betrachte meine Kinderlein (7 und 14) beim Anziehen um in die Schule zu gehen. Die Große will nur in Strickjacke raus, es ergibt sich folgender Dialog, wie er bestimmt schon unzählige Male in unzähligen Familien mit unzähligen Teenagern stattgefunden hat.

Muttern: Ich glaube eine Strickjacke ist zu wenig, es ist kalt da draussen.

Teenager: Das ist eine WARME Strickjacke! *keif*

Muttern: Ich glaube, auch eine warme Strickjacke ist zu kühl.

Teenager - auf dem Weg zur Palmenspitze: Das ist mir egal was Du glaubst, ich geh jetzt so!

Muttern: Nein, es ist nicht egal, du wirst krank.

Teenager: Das kann DIR doch egal sein!

Muttern: Nein, ich muss dich pflegen...

Teenager unterbricht keifend: Brauchst Du NICHT!

Muttern:...und darauf achten, dass Du nicht so viele Fehlzeiten in der Schule hast.

Teenager: Ich geh auch krank zur Schule!

Muttern *kann_sich_das_lachen_nicht_verkneifen*: RICHTIG und bis dahin ziehst Du die dicke Jacke an *hinhalt*

Teenager pfeffert die Möhren in die Ecke, welche für die Kaninchen bestimmt waren. Möhren zerbröseln sich in viele Einzelteile.

Muttern: Und jetzt musst Du leider noch ein Tuch holen und das wieder wegwischen.

Teenager gleicht einer Dampflock, schnappt sich schnaubend, ein Tuch entfernt die Möhrenreste, zieht die Jacke an und Abmarsch.

Draussen steht die Freundin ... in dicker Jacke ...

Muttern kann es sich nicht verkneifen: Mensch S. Du hast aber eine tolle, warme Jacke an.

S. *strahlt*: Ja, die habe ich mir gestern ausgegraben, ganz schön kalt so auf dem Fahrrad. 

S. kann gar nicht begreifen, warum Muttern so breit grinst und Teenager kurz vorm platzen ist.

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Nein, ich diskutiere nicht alles so dermaßen stoisch durch und aus, aber heute war mir mal danach.

Meine Tochter hat mir mittlerweile verziehen und sprach heute nachmittag wieder ganz normal mit mir

3 Kommentare 10.10.07 17:49, kommentieren


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